Treppenkarte basteln – eine Form, 3 Ideen
Nein, das ist keine Verpackung – auch wenn es auf den ersten Blick fast so aussieht. Es ist eine besondere Kartenform: eine Block Step Card, die auch als Stufenkarte oder Treppenkarte bezeichnet wird.
Das Raffinierte daran: Für die Grundform brauchst du nur einen halben DIN-A4-Bogen. Aufgestellt wirkt die Karte dreidimensional, zum Verschicken lässt sie sich flach zusammenlegen. In meiner Videoanleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie die Karte entsteht. Außerdem habe ich drei ganz unterschiedliche Gestaltungsideen für dich: Herbst, Geburt und Schulanfang.
Was ist eine Treppenkarte?
Eine Treppenkarte (auch Stufenkarte oder Block Step Card genannt) ist eine 3D-Faltkarte, bei der einzelne Papiersegmente treppenartig übereinander geklebt werden. Dadurch entsteht ein aufklappbarer, dreidimensionaler Block mit mehreren „Stufen“ – perfekt, um Motive, Sprüche oder kleine Deko-Elemente auf unterschiedlichen Ebenen in Szene zu setzen. Anders als viele denken, ist sie keine Verpackung, sondern eine eigenständige Kartenform, die sich für den Versand sogar flach zusammenlegen lässt.
Also eine ganz besondere Karteentechnik.
Das brauchst du für deine Treppenkarte
- 1 Bogen Cardstock, DIN A4, davon die Hälfte längs zugeschnitten: 10,5 x 29,8 cm
- 1 zusätzliches Stück Cardstock: 10,5 x 9 cm (für die stabilisierende „Tür“)
- Falzbein
- Schneidematte, Lineal und Bastelmesser (oder deine Guillotine)
- Klebstoff
- Deko nach Wahl – ich habe das Designerpapier „Herbstliebe“ von Stampin‘ Up! verwendet, das Produkt des Monats August 2026, dazu Blätter- und Eicheln-Stanzen sowie einen herbstlichen Spruch
Treppenkarte basteln: Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Zuschneiden. Schneide dir aus deinem Cardstock ein Stück in 10,5 x 29,8 cm zu (ein halber DIN-A4-Bogen quer, in lang).
2. Falzen. Falze das Papier im Abstand von jeweils 3,5 cm: bei 3,5 / 7 / 10,5 / 14 / 17,5 / 21 / 24,5 und 28 cm. Es bleibt ein kleines Reststück übrig – das ist deine spätere Klebelasche.
3. Ausrichten. Lege das Papier mit der kurzen Seite so vor dich, dass die Klebelasche unten liegt.
4. Einschneiden. Jetzt kommt der etwas kniffligere Teil: An bestimmten Falzlinien schneidest du das Papier partiell ein, sodass am Ende einzelne Segmente entstehen, die sich später treppenartig übereinanderkleben lassen. Weil sich die genaue Schnittführung schlecht in Worten beschreiben lässt, zeige ich dir jeden einzelnen Schnitt in Echtzeit im Video – schau am besten parallel mit, dann kannst du jederzeit pausieren.
5. Sortieren. Nach dem Einschneiden und sauberen Nachfalzen hast du mehrere Segmente vor dir: ein Mittelteil (dein Boden, bleibt ungeschnitten), Seitenteile sowie die Teile für die einzelnen Stufen.
6. Erste Stufe kleben. Lege das Papier flach, falze noch einmal gründlich nach, klappe es auf und trage an der markierten Stelle Klebstoff auf. Klebe die erste Stufe zusammen und drücke sie gut fest.
7. Weitere Stufen ergänzen. Wiederhole den Vorgang für die zweite Stufe: Klebstoff auftragen, platt drücken, überlegen und wieder fest andrücken. Falze nach dem Ankleben noch einmal in beide Richtungen nach, damit die Karte sauber steht.
8. Fixieren. Das letzte verbleibende Teil klebst du von innen gegen die gegenüberliegende Seite – so bekommt deine Treppenkarte die nötige Stabilität. Kontrolliere zum Schluss, ob überall alles bündig sitzt, und schneide überstehende Kanten sauber ab.
9. Standfestigkeit ergänzen. Schneide ein weiteres Stück Cardstock in 10,5 x 9 cm zu und falze die 9-cm-Seite bei 3,5 cm und bei 7 cm. Die verbleibenden 2 cm werden zur kleinen „Tür“, die du seitlich an die Treppenkarte klebst. Damit lässt sich die Karte vorne verschließen und steht deutlich stabiler.
10. Dekorieren. Jetzt darf gestaltet werden! Ich habe meine Karte mit dem Designerpapier „Herbstliebe“ beklebt und mit gestanzten Blättern, Eicheln und einem herbstlichen Gruß verziert.
Gut zu wissen: Zum Verschicken lässt sich die Treppenkarte einfach flach zusammenlegen – sie hat genau Kartengröße, und die stabilisierende Tür klappt sich unauffällig nach hinten.
Mein Tool-Tipp: Nie wieder lange nach dem passenden Spruch suchen
Kennst du das? Du hast die perfekte Karte gebastelt und suchst jetzt ewig nach dem passenden Spruch dazu. Genau dafür habe ich mir eine eigene Tabelle gebaut, in der ich alle meine Sprüche nach Stempelset und Thema sortiert habe. Wenn ich zum Beispiel „Herbst“ eingebe, sehe ich sofort, welche Sprüche und Sets ich dafür zur Verfügung habe – ganz ohne langes Suchen. Wenn du deine eigenen Sprüche genauso strukturieren möchtest, startet dazu bald mein neuer Kurs. Den Link dazu findest du hier:
Zwei Varianten dieser Treppenkarte
Das Schöne an dieser Grundform: Sie lässt sich wunderbar abwandeln.
Babykarte zur Geburt: Aus genau demselben Prinzip ist eine niedliche Babykarte entstanden – schlicht anders dekoriert, aber genauso liebevoll und ein echter Hingucker zur Geburt.
Schultüten-Karte zum ersten Schultag: Nach demselben Prinzip wie bei der Tür-Variante gebastelt, eignet sich diese Treppenkarte hervorragend als Karte zum ersten Schultag. Auch sie lässt sich zum Verschicken flach zusammendrücken. Ich habe ein kleines Detail rund ums Thema Lesen mit eingearbeitet, und wenn du die Karte lieber aufgestellt überreichst, kannst du zusätzlich eine kleine Schublade einbauen – perfekt, um noch eine Kleinigkeit zum Naschen oder ein kleines Geschenk zu verstecken.
Häufige Fragen zur Treppenkarte (FAQ)
Ist eine Treppenkarte dasselbe wie eine Stufenkarte? Ja, „Treppenkarte“, „Stufenkarte“ und „Block Step Card“ bezeichnen dieselbe Kartenform. Die Begriffe werden in der Bastel-Community synonym verwendet.
Wie viel Papier brauche ich für eine Treppenkarte? Für die Grundform reicht ein halber DIN-A4-Bogen Cardstock (10,5 x 29,8 cm), plus ein kleines Zusatzstück (10,5 x 9 cm), wenn du sie mit einer stabilisierenden Tür versehen möchtest.
Kann man eine Treppenkarte verschicken? Ja. Da sie sich flach zusammenlegen lässt und genau Kartengröße hat, kannst du sie problemlos in einem normalen Kartenumschlag verschicken.
Für welche Anlässe eignet sich eine Treppenkarte? Die Grundform ist enorm vielseitig – ob herbstliche Grußkarte, Babykarte zur Geburt oder Karte zum ersten Schultag, du kannst sie mit jedem beliebigen Thema dekorieren.
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Weihnachtliche Variante:
Diese Kartenform eignet sich auch wunderbar als Advents- oder Weihnachtskarte – meine ursprüngliche weihnachtliche Umsetzung dazu zeige ich dir in diesem Video.
Es ist schon etwas älter und es ist ein Facebook-Livestream