Herbstliche Verpackung: Kürbis Körbchen mit Sonnenblumen
Aus ein paar Bögen Farbkarton wird das süßeste Herbstkörbchen der Saison. In diesem Basteltipp zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dir dieses kleine Körbchen mit Kürbissen und Sonnenblumen ganz einfach selbst bastelst – perfekt als Tischdeko, kleine Aufmerksamkeit oder Verpackung für eine Kleinigkeit zum Herbst.
Auf den ersten Blick sieht das Kürbis Körbchen aufwendig aus – dabei stecken dahinter nur ein paar einfache Techniken: eine Box aus einem einzigen Bogen falzen, mit Ovalen einen dreidimensionalen Kürbis aufbauen, Stanzformen zu Blüten kombinieren und einen Stiel sowie eine Schleife aus Papier statt Draht formen.
Das brauchst du
- Farbkarton für die Box (in diesem Beispiel 14 x 17 cm)
- Farbkarton oder Designerpapier für Kürbisse, Blätter und Schleife
- Ovale Stanzform (für die Kürbis-Elemente)
- Kleine Blüten-Stanzform (z. B. Gänseblümchen) für die Sonnenblumen, kleine Punkt-Stanze für die Blütenmitte
- Stempelfarbe (passend zum Farbkarton oder einen Tick dunkler) plus Fingerschwämmchen
- Falzbein, Prägestift (dick oder dünn) mit weicher Unterlage
- Klebstoff , Klebepunkte, Dimension/Abstandspads, Schere
So bastelst du die Box
Falze deinen Farbkarton rundherum auf 5 cm, schneide an den kurzen Seiten die Falzlinien ein und falze alles gut um. Kürze die Laschen leicht, damit sich die Box sauber schließen lässt.
Für den Henkel schneidest du einen Streifen von etwa 1 – 1,5 cm Breite und 17–20 cm Länge zu.
Das ist das Innenleben des Kürbis Körbchens.
👉 Tipp: Ziehe den Henkel vorsichtig übers Falzbein, damit er sich schön rundet – so wirkt er von Anfang an stabiler.
Kürbis basteln aus Ovalen
Für einen Kürbis stanzt du zehn Ovale (2 x 5 Stück).
Die genaue Größe bestimmst du am besten, indem du ein Oval an deine Box hältst – es sollte etwas höher sein als die Box selbst, in diesem Beispiel knapp 6 cm, damit der Kürbis später sichtbar über den Korbrand hinausragt.
👉 Tipp: Nimm für die Schattierung wirklich nur wenig Stempelfarbe und gehe zunächst nur einmal am Rand entlang – so entsteht ein zarter Schatten statt eines dicken Farbrands, der eher plump als plastisch wirken würde.
Jetzt baust du den Kürbis auf:
Das erste Oval ist dein Mittelteil – lege es so auf die Box, dass es sie später komplett verdeckt. Klebe die weiteren Ovale nacheinander links und rechts daneben, jeweils mit etwas Klebstoff auf der Rückseite, und setze sie dabei leicht höher als das vorherige. Durch diesen Versatz entsteht die typische Rundung eines Kürbisses, ganz ohne 3D-Stanzform.
Wiederhole das auf der zweiten Seite spiegelbildlich.
Für das Grün am oberen Kürbis und den markanten Stiel ,schneidest du freihändig zwei kleine Formen zu, die sich in die Rundung oben einfügen – ein bisschen schief macht optisch nichts, das gehört bei Kürbissen fast dazu.
Alternativ kannst du auch nach einer passenden Stanzform in deinem Bestand schauen. Klebe den Stiel hinter die Ovale.
Da man den Kürbis auch von der Rückseite sieht, sobald das Körbchen fertig auf dem Tisch steht, schneidest du dir außerdem ein Stück Papier als Hintergrund zurecht und klebst es dahinter – so wirkt das Ganze auch von hinten sauber.
Zum Schluss suchst du dir aus deinen Kürbissen den schöneren als vorderen aus. Diesen ziehst du noch einmal vorsichtig in eine runde Form und klebst ihn mittig mit Klebepads (nicht zu hoch, sonst sieht man sie) sowie außen mit Klebstoff auf die Box. Das mittlere Kürbisteil kommt dabei auf den Boden der Box, die anderen „schweben“ ein Stück darüber – auch das darf ruhig ein wenig unregelmäßig aussehen, das macht den Look natürlicher.
Deko: Blätter, Sonnenblumen und Luftwurzel
Für ein bisschen zusätzliches Grün schneidest du dir (oder stanzt) ein paar Blätter aus Designerpapier zu und klebst sie mit Klebepads an den vorderen Kürbis. Hier kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen oder einfach das nehmen, was du bereits im Bestand hast.
Für eine Sonnenblume stanzt du zwei kleine Blüten (z. B. Gänseblümchen-Form) aus.
Die Blütenblätter ziehst du vorsichtig übers Falzbein, damit sie sich leicht wölben und nicht flach wirken – am besten in der gelben Farbe des Kürbisses stehen lassen, das wirkt stimmig. Klebe die beiden Blüten leicht versetzt übereinander, damit später mehr Blütenblätter sichtbar sind als bei nur einer Schicht.
Für die Blütenmitte stanzt du einen kleinen Punkt aus. Damit er sich der Wölbung der Blüte anpasst statt flach und aufgesetzt zu wirken, legst du ihn auf eine weiche Unterlage und fährst mit einem Prägestift vorsichtig darüber, sodass sich eine leichte Wölbung bildet. Klebe den Punkt mittig auf die Blüte; der leicht herausquellende Kleber lässt sich einfach mit den oberen Blütenblättern kaschieren, indem du sie sanft dagegendrückst.
Für den Stiel eignet sich Papier besser als Draht, da sich Draht schlecht kleben lässt und die Verbindung zur Blüte dadurch wackelig würde. Schneide einen etwa 1 cm breiten Streifen in der gewünschten Länge zu, falze ihn längs zur Hälfte, klappe das obere Ende um und verklebe es. Drücke den Streifen an einer Stelle etwas flach, damit eine kleine Fläche entsteht – darauf klebst du die Blüte. Drapiere den Stiel anschließend noch etwas in Form.
Für eine Luftwurzel schneidest du mit einer großen, spitzen Schere einen ganz dünnen Papierstreifen zu und wickelst ihn z. B. um einen Schaschlikspieß, damit er sich kringelt. Anschließend bringst du sie am Stiel an.
Die Schleife zum Schluss
Zum Abschluss bekommt das Körbchen noch eine kleine Schleife. Dafür schneidest du einen sehr schmalen Streifen Farbkarton zu, gibst auf beide Seiten etwas Klebstoff und faltest ihn zusammen, sodass ein Stück übersteht. Falze dieses Stück auseinander – so erhältst du eine Klebefläche, ohne dass man später eine Klebenaht sieht. Mit zwei Klebepunkten formst du daraus eine kleine Schleife und klebst sie an dein Körbchen.
Fertig ist dein herbstliches Kürbis-Körbchen! Du kannst es in zwei leicht unterschiedlichen Größen basteln und zum Beispiel mit etwas Tee, einer kleinen Schokolade oder einer anderen Kleinigkeit füllen, die zum Herbst passt.
Basteltipp als PDF
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